Kochrezepte         

 

Es gab eine Zeit in der ich an keinem Kochbuch vorbeigehen konnte ohne es zu kaufen. Aus diesem Grund habe ich eine ziemlich stattliche Anzahl davon. Das älteste Stück in meiner Sammlung ist ein Lehr-Kochbuch aus Wien, aus dem Jahr 1928.

Außerdem sammle ich immer wieder gerne Rezepte aus Zeitschriften. Auch hier sind noch einige ältere bis sehr alte Exemplare - teilweise aus den 70er Jahren - in meinem Fundus.

Natürlich habe ich nicht alle Rezepte aus meiner doch recht umfänglichen Sammlung ausprobiert, aber doch einige. Deshalb will ich Euch in der Folge zunächst einmal einige meiner Lieblingsrezepte vorstellen. Im weiteren Ausbau meiner Seite werde ich dann eventuell auch noch einige schöne Rezepte vorstellen, die auch selbst schon nachgekocht und für lecker befunden habe.

Ich hoffe die hier vorgestellten Rezepte gefallen Euch und Ihr probiert dieses oder jenes vielleicht mal selbst aus. Über die eine oder andere Rückmeldung würde ich mich freuen.

 

Alle Rezepte beziehen sich - wenn nicht anders angegeben- mengenmäßig auf 4 Personen bzw. Portionen.

 

Niederrheinischer Jägerkohl

Zutaten:

  • 750 g Weißkohl

  • 150 g durchwachsener Speck

  • 1 Zwiebel

  • 350 g gemischtes Hackfleisch

  • Salz, Pfeffer

  • 1/4 l Fleischbrühe

  • 500 g Kartoffeln

Zubereitung:

  1. Den Weißkohl putzen, waschen und fein hobeln. Den Speck würfeln, in einem Topf auslassen, die gewürfelten Zwiebeln darin glasig braten. Dann das Hackfleisch zugeben und bräunen. Dabei salzen und kräftig pfeffern. Dann den Kohl zugeben, die Brühe zugießen, das Gericht auf milder Hitze garen.

  2. Inzwischen die Kartoffeln schälen, waschen und in Scheiben schneiden. Nach 20 Minuten auf den Kohl geben und noch weitere 20 Minuten garen.

Statt durchwachsenem Speck nehme ich persönlich bei diesem Gericht meist fertig gewürfelten, rohen Schinken aus dem Supermarkt. Dabei müsst Ihr allerdings beachten dann etwas vorsichtiger zu salzen!

 

Griechischer Bauernsalat mit Feta

Zutaten:

  • 1 kleiner Kopf Salat

  • 6 Tomaten

  • 1 weiße Zwiebel

  • 1 rote Zwiebel

  • 8 grüne Peperoni aus dem Glas

  • 100 g schwarze Oliven

  • 200 g Feta

  • 6 EL Olivenöl

  • 3 EL roter Weinessig

  • Salz

  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle

  • 250 g Fladenbrot

Zubereitung:

  1. Salat putzen, waschen und in mundgerechte Stücke zupfen. Tomaten in Viertelschneiden. Die Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden. Peperoni, Oliven und Feta abtropfen lassen.

  2. Die Peperoni quer halbieren. Feta in Scheiben schneiden. Alles in 4 großen Salattellern anrichten. Aus dem Olivenöl, dem Weinessig und Salz eine Salatsauce zubereiten und über den angerichteten Salat träufeln. Mit dem frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer bestreuen.

  3. Mit dem Fladenbrot servieren. Dazu schmeckt ein leichter Rotwein.

Wenn es so richtig sommerlich heiß ist genieße ich diesen Salat gerne in einer etwas größeren Portion als Hauptmahlzeit, ansonsten als deftige Vorspeise!

  

Exotisch-fruchtiger Salat

Zutaten:

  • 150 g Feldsalat

  • 2 Orangen

  • 1 Becher saure Sahne

  • 3 EL Sahne

  • 1 EL Walnussöl

  • 1 EL Orangensaft

  • 1 EL Zitronensaft

  • etwas Zucker

  • Salz

  • gemahlener, weißer Pfeffer

  • 1/2 TL Currypulver

  • 1 Msp. Safran

  • 1 EL Pinienkerne

Zubereitung:

Feldsalat putzen, waschen, trockenschüteln. Orangen schälen, filetieren und mit dem Salat vermischen. Saure Sahne, Sahne, Öl, Orangen- und Zitronensaft glatt rühren, mit Salz, Pfeffer, Curry und Safran abschmecken und über den Salat träufeln. Pinienkerne fettfrei rösten und über dem Salat verteilen.

Extra-Tipp: Noch leichter wird der Salat, wenn Ihr an Stelle der sauren Sahne einfach Joghurt verwendet.

Persönlich ziehe ich allerdings die Variante mit der Sahne vor und habe auch nichts gegen die Hinzunahme einer weitern Obstsorte einzuwenden - beispielsweise einer in Scheiben geschnittenen Banane oder einigen frischen, geviertelten Erdbeeren.

 

Szegediner Gulasch

Zutaten:

  • 400 g Schweinenacken

  • 200 g Zwiebeln

  • 1 Knoblauchzehe

  • 2 EL Butterschmalz

  • 400 g Sauerkraut

  • 1 EL Kümmel

  • Salz, Pfeffer

  • 4 EL Paprikapulver

  • 500 ml Fleischbrühe

  • 1 rote Paprikaschote

  • 100 g Sauerrahm

Zubereitung

  1. Fleisch würfeln, Zwiebeln, Knoblauch abziehen und fein hacken. Fleisch in Butterschmalz kräftig anbraten. Dann herausnehmen. Zwiebeln, Knoblauch im Bratfett glasig dünsten. Kraut zerpflücken, zufügen und mit Kümmel, Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen. Fleisch untermischen und die Fleischbrühe angießen.

  2. Paprika putzen und würfeln. Unter den Gulasch ziehen, 30 Minuten schmoren. Mit Salz, Pfeffer abschmecken. Mit je einem Klecks Sauerrahm servieren.

  3. Dazu eventuell Salzkartoffeln oder besser Kartoffelknödel.

 

Echte Gulaschsuppe

Zutaten:

  • 12 Zwiebeln

  • 125g Schweineschmalz

  • 500g schieres Rindfleisch

  • 1EL Paprikapulver

  • Pfeffer

  • 1TL zerschnittenen Kümmel

  • ½ TL Majoranblätter

  • 5 Tomaten

  • 250g geschälte Kartoffeln

  • 2 grüne Paprikaschoten

  • ½ TL Knoblauchsalz

  • ½ Tasse Rotwein

Zubereitung:

Die Zwiebelscheiben röstet man in dem zerlassenen Schweineschmalz an. Dazu gibt man das würfelig geschnittene, sehnenfreie Rindfleisch, die Gewürze und das Salz. Unter Umrühren röstet man diese Mischung auf kleiner Flamme etwa 20 Minuten weiter. Sobald sich am Topfboden genügend Fleischsaft mit dem Schmalz zusammen gebildet hat, gießt man Wasser dazu und läßt die Suppe auf kleiner Flamme weiterkochen. Dazu kommen nach und nach die geschälten, zerschnittenen Tomaten, Kartoffeln und Paprikaschoten. Danach läßt man das Gericht noch ca. 25 Minuten kochen.

 

Rindsgulasch mittelalterlich

nach einem Rezep aus dem "Viandier" des Taillevent. Ich selbst habe es meinem Mittelalter-Kochbuch "Wie man eyn teutsches Mannsbild bey Kräfften hält" entnommen. Uns hat es übrigens auch mit Schweine- un dmit gemischtem Fleisch geschmeckt.

Zutaten:

  • 1000 g Rindfleisch (Falsches Filet, Schulter)

  • 100 g durchwachsener Speck

  • 2 Zwiebeln

  • 1 - 2 Knoblauchzehen

  • 1/4 l fruchtiger Rotwein

  • Pfeffer, Salz

  • 1 - 2 Nelken

  • 1 EL Zitronensaft

  • 1/2 Tl gem. Ingwer

  • 1/2 TL gem. Zimt

  • 1 Prise Kardamom

  • eventuell etwas Fleischbrühe

Zubereitung:

Das gesäuberte Fleisch in mundgerechte Würfel schneiden. Ebenfalls den Speck in kleine Würfel schneiden und auf milder Hitze im Schmortopf auslassen.

Die Zwiebeln und den Knoblauch häuten, beides fein hacken und zum Speck geben. Unter Rühren glasig werden lassen.

Das Fleisch dazugeben und rundum gut anbraten. Pfeffern, salzen, die Nelken und den Wein zufügen und zugedeckt auf milder Hitze etwa 90 Minuten schmoren.

Mit dem Zitronensaft und den Gewürzen pikant abschmecken.

Sollte der Schmorfond zu dickflüssig werden, evetuell mit etwas Brühe "verlängern" und noch einmal kurz aufkochen lassen. (Gleiches gilt natürlich für alle "Soßenliebhaber" denen die Soße nie genug sein kann. Dann muss unter Umständen natürlich noch etwas abgebunden werden.)

Wenn es richtig mittelalterlich sen soll, sind als Beilagen natürlich alle Arten von Kartoffelprodukten tabu. Also ganz einfach mit Brot servieren (am besten frisch selbst gebacken) oder mit Semmelknödeln, Semmeltoete und ähnlichem.

 

 

zuletzt bearbeitet am: 10.04.2017 16:51:08

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